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Lärmbelästigung durch Subwoofer

Alpine SubwooferEs ist ein Irrglaube anzunehmen, man dürfe im Auto Musik machen dass die Schwarte kracht. Laut StVO ist der Fahrzeugführer verpflichtet sicherzustellen, dass sein Gehör bei der Teilnahme am Straßenverkehr nicht durch andere Geräte beeinträchtigt wird. Dies ist jedoch spätestens dann der Fall, wenn bei der Autofahrt das Martinshorn eines herannahenden Einsatzfahrzeuges überhört und dieser behindert wird. Da spielt es dann überhaupt keine Rolle, ob der Fahrer die Musik aus seinem Hifi-System mitgröhlt und dabei womöglich noch Kopfhörer benutzt oder nicht. Sein Verhalten wird in jedem Fall als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld von zehn Euro geahndet.

Zu laute Musik kann teuer werden

Lärmbelästigung durch SubwooferNahezu jeder lässt sich beim Autofahren gerne mit Musik berieseln. Im Stau, auf dem Weg zur Arbeit oder auf dem Rückweg von der Disco. Musik beflügelt, hält wach, macht munter und sorgt für gute Laune. Andererseits kann sie natürlich auch die Konzentration des Fahrers stören oder die Umwelt belästigen.

Das gilt umso mehr, wenn Sie unterwegs im Auto noch bewerten, wie hoch sich ihre Anlage aufdrehen lässt und was die Subwoofer eigentlich so hergeben.  Inzwischen geht ein solches Problem jedoch über den reinen Störfaktor hinaus, wer seine Anlage im Auto zu laut dröhnen lässt, macht sich strafbar. Inzwischen ist ganz klar gesetzlich geregelt, mit wie viel Dezibel eine Anlage wummern darf und ab wann sie für die Umwelt und den Fahrer eine Behinderung darstellt. Es weiß nur noch niemand, wie man es messen soll.

Drehen Sie vorsichtig am Regler

Die Experten im Verkehrsministerium sind sich darüber einig, dass laute Musik sowohl für den Fahrer wie auch für die Umgebung eine Belästigung ist. Folglich soll Schluss sein mit dem Radau hinterm Lenkrad. Lange wurde diskutiert und spekuliert, welche Strafen und Maßnahmen Abhilfe schaffen können. Ein schwieriges Unterfangen, da niemand genau zu sagen vermag, ab wann laute Musik stört und die Umgebung gefährdet oder verärgert. Auch Schätzungen, ab wie viel Dezibel Musik zu Radau wird, sind schwierig. Der Teufel liegt im Wort „schätzen“. Bis heute existiert kein Gerät welches in der Lage wäre, die Lautstärke von Musik aus einem heranfahrenden Auto zu messen.

Die Beamten haben daher Anweisung, Fahrer dann anzuhalten, wenn man aus einer Entfernung von rund 35 Metern schon Musik aus dem Auto dröhnen hören kann. Dabei stellt sich dann wiederum die Frage: Wann genau ist ein Auto 35 Meter entfernt? Die Beamten werden es wissen und der Autofahrer macht sich strafbar. Sollte er angehalten werden, wird man ihm sagen, dass er nach § 33 Abs. 1, §49 StVO und § 24 StVG verbotswidrig einen Lautsprecher betrieben hat. Es folgt eine Geldstrafe mit Verwarnung, beim nächsten Verstoß gibt’s einen Aufschlag, es wird teurer, aber immerhin kann Einspruch erhoben werden. Wird dem Einspruch nicht stattgegeben, sollte sich der Autofahrer auf ein Treffen mit dem Richter am Amtsgericht vorbereiten.

Nicht immer ist weniger mehr, oft aber besser

Laute Musik ist nicht nur eine Behinderung für den Fahrer selbst, sondern auch eine Belästigung der Umwelt. Mehr und mehr fühlt sich die Allgemeinheit durch Lärm gestört, immer deutlicher wird auch, dass Lärm schädlich ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Lärm aus einem Autolautsprecher dröhnt, einem Düsenjet strahlt oder einem Presslufthammer stampft. In Bezug auf Fahrzeuge hat man das im Verkehrsministerium inzwischen eingesehen und dafür gesorgt, dass die Beamten ein derartiges Verhalten umgehend bestrafen können. Es ist also durchaus ratsam, die Musik ein wenig leiser zu stellen. Das reicht immer noch für die Lieblingshits, provoziert aber keinen Ärger. Und grundsätzlich stellt es auch kein Problem dar, das vorher aufgemotzte Subwoofer-Modell wieder ein wenig nachbarschaftsfreundlicher herabzuregeln.

Tipp! Inzwischen reagiert auch die ruhegestörte Nachbarschaft zunehmend aggressiver. Immer weniger Menschen tolerieren vorzugsweise im Sommer vorbei wummernde Fahrzeuge, womöglich noch mit getunten Auspuff, die bei heruntergelassenen Fensterscheiben ihre Lieblingshits durch die Landschaft dröhnen lassen. Das ist keineswegs prinzipiell verboten, nach 22 Uhr allerdings kann es, nach Ansicht ordnungshütender Beamter, als nächtliche Lärmbelästigung ausgelegt und angezeigt werden.

Vor- und Nachteile leiser Musik

  • Schutz der Gesundheit
  • und Nachtruhe
  • weniger Lärmbelästigung
  • macht vor allem im Sommer weniger Spaß

Was ist wie laut

Im Folgenden möchten wir verdeutlichen, worüber wir bei Lärm und Lautstärken sprechen:

Lautstärke Hinweise
0 Dezibel Die Hörschwelle des Menschen liegt bei 0 Dezibel, da ist absolute Ruhe.
20 Dezibel Bei bis zu 20 Dezibel hört man fast nichts, das ist der Bereich Flüstern oder Rauschen im Wald
40 Dezibel Auf 40 Dezibel bringt es ein tickender Wecker, ein Computer oder diverse Hintergrundgeräusche
60 Dezibel Ein leises Radio bringt es, ähnlich wie ein normales Gespräch auf bis zu 60 Dezibel
80 Dezibel 80 Dezibel schaffen Rasenmäher, vorbeifahrende Autos und Schreibmaschine
100 Dezibel Vorbeifahrende LKW, Winkelschleifer und Motorsägen hauen rund 100 Dezibel heraus
110 Dezibel 110 Dezibel sind die Domäne von Presslufthämmern und Kreissägen, Musik aus dem Walkman oder in der Diskothek
120 Dezibel Düsenflugzeuge schaffen 120 Dezibel, wie auch Explosionen und das eine oder andere Rockkonzert

Musikempfang bei zu großer Lautstärke sorgt für gefährliche Fahrweisen und steigendes Unfallrisiko. In zahlreichen Studien wurde nachgewiesen, dass der menschliche Körper durch zu laute Musik in Stress gerate. Dadurch würde der Fahrer von seiner eigentlichen Aufgabe, dem Führen eines Fahrzeugs, abgelenkt. Wenn man bedenkt, dass Musik durchaus gelegentlich mit gewollten 100 Dezibel durch die Landschaft schallt, es eine Hupe dagegen nur auf 90 Dezibel schafft, wird das nachvollziehbar. Stellen Sie sich eine Stunde neben eine tönende Hupe und sie werden schreiend weglaufen. Bei der noch lauteren Musik dagegen verfallen alle in breakdanceartige Zuckungen und sind begeistert. Es sei daher dringend notwendig, Einsatzfahrzeuge und Umwelt vor musikalischen Umweltverschmutzern zu schützen und Fahrzeuge mit einer zu starken Beschallung anzuhalten und zu verwarnen. Da könnten dann 25 Euro fällig werden.

Vermeiden Sie es darüber zu lächeln. 25 Euro mögen ein vergleichsweise geringer Betrag sein. Er gilt ja auch nur, wenn weiter niemand gestört wird. Überhören Sie dagegen einen Rettungswagen beim Einsatz mit Martinshorn, dann kann es richtig ans Eingemachte gehen, da sind Geldstrafen bis zu 5.000 Euro möglich.

Mit der Umsetzung der Richtlinie haben die Behörden bisher eigentlich nur ein Problem: Ab wann ist denn nun Musik zu laut? In dem Moment kommt die im Straßenverkehr geforderte Sorgfaltspflicht zum Tragen. Wer diese grob fahrlässig außer Acht lässt, riskiert nicht nur ein Bußgeld, sondern sogar den Versicherungsschutz.

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Kommentare und Erfahrungen

  1. marianne lohbauer-hilbrecht am 15. April 2018

    Es ist nicht nur der Lärm von Autos und Lastwagen, die an der Ampel stehen, sondern die Vibrationen der Bässe aus der Shisha Bar. Über Nacht laufen vereinzelt Geräte, deren Brummen Vibrationen sich unangenehmst in der Wohnung bis ins Schlafzimmer überträgt. Dazu kommt es, dass ich dadurch, immer wieder aus den Schlaf gerissen werde.
    Trotz Anruf beim Ordnungsamt oder den Lärmwagen. Es hat sich nichts gebessert. Siehe Lärmprotokoll

    15.03.2018 1:30 Vibrationen, immer wieder, Ohrendruck, Herzrasen, schlaflose Nacht 7:00
    12:00 Vibrationen, Herzrasen, Ohrendruck,
    22:15 Vibrationen, Ohrendruck,
    24:00 immer wieder, Vibrationen, Herzrasen, Ohrendruck,
    16.03.2018 1:15 immer wieder wach durch, Vibrationen, Herzrasen, Ohrendruck,
    6:00 Vibrationen, Ohrendruck, Herzrasen,
    11:00 Vibrationen, Ohrendruck, Herzrasen, immer wieder,
    16:00 Brummen, Vibrationen, Ohrendruck, Herzrasen, immer wieder,
    19:00 Brummen laut, Vibrationen, Ohrendruck, Herzrasen, immer wieder,
    21:00 um Ruhe gebeten, jedoch meint man, dass bis 22 Uhr Krach gemacht werden darf. Brummen laut, immer wieder,
    22:15 Ordnungsamt stellt um 23 Uhr laute Bässe in meiner Wohnung fest. 23:15 Brummen, Ohrendruck,
    23:15 Danach Ruhe.
    17.03.2018 3:00 wach durch Vibrationen, Ohrendruck, Herzrasen, danach durchgeschlafen bis 8:30 Ruhe
    11:30 Vibrationen, Herzrasen, Ohrendruck,
    14:00 Ohrendruck,
    15:30 Vibrationen, Ohrendruck,
    21:45 Brummen,Vibrationen, Ohrendruck, Herzrasen, immer wieder,
    18.03.2018 2:30 aufgewacht durch Vibrationen, Herzrasen, Ohrendruck, Herzrasen,
    6:00 Vibrationen, Ohrendruck,
    17:45 Brummen, kurz, danach Ruhe 23 Uhr Ruhe
    19.03.2018 1:40 Vibrationen, Ohrendruck, immer wieder, bis 8 Uhr
    11:45 Anruf bei WRH (Vermieter)
    13:45 Vibrationen, Ohrendruck, Ruhe bis 22 Uhr
    22:30 Brummen, Ohrendruck,
    23:45 Vibrationen, Ohrendruck, Brummen, immer wieder,

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